Das wurde aber auch mal wieder Zeit, endlich mal wieder ein neuer (und meiner Meinung nach guter) Vampirfilm auf DVD, der über den B-/C-Movie Status hinauskommt – das hat mein seit “John Carpenter’s Vampire” und den Blade-Filmen nicht mehr gesehen. 30 Days kam eigentlich ziemlich unscheinbar daher und hatte es ohne viel Werbung in 2007 nach Deutschland ins Kino geschafft, leider dort mit mäßigen Erfolg. Da konnte wohl auch Frauenliebling Josh “Pearl Harbor” Hartnett nicht allzuviele anziehen, die Zeit des gemeinen Vampirfilmes für das Massenpublikum scheint wohl vorbei zu sein. Aber dafür haben wir ja zum Glück die DVD-Veröffentlichung, denn hier scheint er beim Publikum sehr gut anzukommen.
Schön besetzt mit Josh Hartnett und Melissa George in den Hauptrollen, nimmt sich 30 Days auch gar nicht viel Zeit, um loszustarten. Die Vampire kommen mit einem Schiff (wo sie herkommen ist und bleibt den Film über ungeklärt, ist aber auch egal) an die Küste von Alaska, ein Saboteur der Vampire macht im angrenzenden “Schneedorf” alle Kommunikationswege zunichte und tötet nebenbei noch ein paar Hunde. Die meisten Bewohner dieses Dorfes sind gerade dabei, für die kommenden 30 Tage auszureisen, denn im arktischen Winter wird es mal für 30 Tage komplett dunkel – die Idealvoraussetzung also für unsere bösen Vampire. Als die Sonne dann final für die besagten 30 Tage untergeht, kann das Blutbad beginnen – und das nicht zu knapp.
In den verbleibenden 80 Minuten werden im Prinzip alle Klischees eines Horrorfilms/Vampirslashers ausgeschlachtet: heldenhafte Opferungen, die “ich laufe einfach mal raus, wird mich schon keiner der Vampire erwischen” Charaktere und natürlich der coole Held (Josh Hartnett). Hierbei muß aber gesagt werden, dass auf den Vampirfilmtypischen Silberkugelmist, etc. fast gänzlich verzichtet wird, außer halt eben die Sache mit dem Tageslicht bzw. UV-Licht. Die Vampire fallen in den meisten Fällen einer Axt zum Opfer und das teilweise auf sehr blutige Art und Weise. Da sieht man schon mal in Großaufnahme, wie der Kopf eines Vampirs mit mehreren Axthieben abgetrennt wird – nix für das zartbesaitete Publikum. Aber auch die Vampire gehen natürlich nicht ganz schonungslos mit unseren Bergbewohnern um, sehr viele Hälse werden da schon sehr blutig angeknabbert. Man merkt also schon – ich kam sehr auf meine Kosten :-) und obendrein war alles noch schön ungeschnitten. Auch fast eine Seltenheit heutzutage, denn sie FSK hat seit einiger Zeit schon wieder bei sehr vielen Filmen ihre Bedenken. Trotz der übermäßigen Gewalt kam es nicht zu einem Abstumpfen des Filmes, sondern der Spannungsbogen wurde über lange Zeit immer hochgehalten. Das Ende gipfelt sich zu einem ein eher unerwarteten “das hätte ich jetzt nicht gedacht, was der Typ da macht” Finale und hinterlässt dem Zuschauer ein Happy End und ein Bad End zugleich. Auch mal eine interessante Mischung :-)
Alles in allem ein nettes Vampirfilmchen, was zwar nicht seinesgleichen sucht und das Genre auch nicht neu erfindet, aber spannend und blutig zugleich anzusehen ist.
8/10 Uleis!








von michel on 18. Aug 2008 | Kommentieren
sehr schlechter film. ich mag nur das szenario aber bei dem film kam bei mir keine spannung auf. unterdurchschnittliche kost. eine kritik die das anders als ich sieht gibts u.a. hier: http://www.resurrection-dead.de/dailydead/30_days_of_night